Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Weißdorn


© Foto: H. Zell

Crataegus monogyna und Crataegus laevigata –  Eingriffliger und Zweigriffliger Weißdorn

Familie:  Rosengewächse (wiss.: Rosaceae)

Volkstümliche Namen: 

Hagedorn, Heckendorn, Mehlbeerbaum, Mehldorn, Weißheckdorn, Haynerholz

Entdeckt wurde die Heilkraft des Weißdorns vor vielen Jahrtausenden in China. In Europa wird der heilige Baum der Kelten seit dem Mittelalter gegen Gicht, nervöse Anfälle oder Durchfall eingesetzt. Und schon Paracelsus (1493–1541) empfahl Wein mit Weißdorn bei Herzbeschwerden.?Sein wissenschaftlicher Name crataegus = „stark, kräftig“ bezieht sich auf die Heilkraft der Pflanze. 

So sieht er aus:

Der stark verzweigte mehr oder weniger dornige Wildstrauch wird meist zwei bis fünf Meter hoch, kann sich aber auch zu einem Baum von zehn Metern Höhe entwickeln. Er hat im Umriss ovale, seicht 3-5 lappige (C. laevigata) oder tief 3-7 lappige (C. monogyna) oder weniger gezähnte oder gesägte Blätter. Die weißen Blüten zwischen Mai und Juni riechen leicht unangenehm, die roten Früchte sind hagebuttenähnlich.

Da wächst er:

Er liebt sonnige Hecken und Laubwälder, schwere Lehmböden.

Seine Wirkstoffe:

Flavonoide wie Hyperosid und Rutin, biogene Amine, Triterpensäuren, Phenolcarbonsäuren und Polysaccharide.

Sein Geheimnis:

Weißdorn soll vor Dämonen, Geistern und Vampiren schützen, aber auch in einen tiefen Schlaf versetzen. Dornröschen soll durch Weißdorn in einen hundert Jahre andauernden Schlaf gefallen sein. Weil im Weißdorn gute Schutz-Feen wohnen sollen, werden Kinderbettchen gern aus seinem harten Holz gebaut.

Die Bedeutung von Crataegus monogyna und Crataegus laevigata in der Homöopathie

Leitsymptome: Typisch sind Schlaflosigkeit und Nervosität, Blutdruckschwankungen und gleichzeitige Schwindelattacken. Crataegus-Menschen fühlen sich oft erschöpft und haben wenig Kraft.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Crataegus ist als Herzmittel außerordentlich bewährt. Es hilft bei Kreislaufbeschwerden und reguliert den Blutdruck.

So hilft sie in der Pflanzenheilkunde: Bei Herzschwäche, um die Durchblutung der Herzkranzgefäße zu steigern, um den Herzrhythmus zu stabilisieren.

Die Bedeutung von Crataegus rotundifolia in der Phytotherapie

Nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens entsprechend Stadium II nach NYHA.