Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Thuja occidentalis


© Foto: DHU

Thuja occidentalis –  Abendländischer Lebensbaum

Familie:  Zypressengewächse (wiss.: Cupressaceae)

Volkstümliche Namen: 

Amerikanischer Lebensbaum

Die beliebte immergrüne Friedhofspflanze gilt als Symbol der Unvergänglichkeit. Der Name „Thuja“ stammt von der latinisierten Form des griechischen „thyein“ für räuchern ab, da sein zedernähnliches Holz bei Opfern verbrannt wurde. Der Name „occidentalis" heißt abendländisch und verweist auf die Herkunft der Pflanze von der Region um die Großen Seen in Nordamerika.

So sieht er aus:

Das 6 bis 20 Meter hohe, kegelförmige Nadelholz hat eine rotbraune, zerfetzte Rinde. Die schuppenförmigen Blätter sind dachziegelartig angeordnet. Ihre Unterseiten sind hell, die Oberseiten dunkel und voller Harzdrüsen. Die gelbgrünen, sternförmigen Blütenzapfen blühen von April bis Mai und reifen zu einem braungelben Zapfen mit lederartigen stumpfen Schuppen. 

Da wächst er:

Der Lebensbaum fühlt sich auf nassen Böden am wohlsten,  verträgt aber auch trockene Standorte, wenn sie schattig und feucht sind. 

Seine Wirkstoffe:

Das ätherische Öl Thujon, Occidentalol, Tropolone wie Thujalicin, Polysaccharide, Glykoproteine, Flavonoide.

Sein Geheimnis:

Studien bestätigen, dass Thuja-Polysaccharide die Anzahl und Aktivität der Fresszellen, der Phagozyten, erhöht, die Bildung unspezifischer Antikörper anregt und die T-Helferzellen stimuliert.

Die Bedeutung von Thuja occidentalis für die Homöopathie:

Leitsymptome: Thuja-Menschen erkälten sich sofort, wenn das Wetter kalt und feucht wird. Rheumatische Gelenkbeschwerden und Husten sind ebenso typisch wie eine fette Haut, die anfällig für Warzen ist.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Thuja eignet sich bei depressiven Verstimmungen, Nervenentzündungen im Gesicht, Gerstenkörnern, Bindehautentzündungen und chronischen Schleimhautentzündungen der Atemwege.

So hilft er in der Pflanzenheilkunde: Bei Erkältungen, Rheuma, Gicht, gegen Warzen. Sollte nur aus Fertigpräparaten eingesetzt werden.