Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Sonnenhut, Blassfarbener


© Foto: DHU

Echinacea pallida –  Blassfarbener Sonnenhut

Familie:  Korbblütler (wiss.: Asteraceae)

Volkstümliche Namen: 

Blasse Kegelblume, Blasser Igelkopf

Für den Sonnenhut gilt ganz besonders: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Denn seine immunstimulierende Wirkung erklärt sich vor allem aus dem Zusammenspiel der einzelnen Inhaltsstoffe. So erhöht Sonnenhut die Schlagzahl der  Fresszellen im Blut und die Produktion von Antikörpern. Der Gattungsname stammt vom griechischen echinos = Igel – ein schönes Bild für die stachligen Fruchtböden.

So sieht er aus:

Die zerstreut bis dichter behaarten Stängel können 40 - 120 Zentimeter hoch werden. Die dunkelgrünen, gestielten Grundblätter sind länglich-lanzettlich bis -elliptisch und ganzrandig. Die Stängelblätter sitzen fast direkt am Stamm. Die rosa bis purpurfarbenen Röhrenblüten sind erstaunlich hart, die vier bis neun Zentimeter langen, hängenden Zungenblüten sind purpurn bis blassrosa oder weiß.

Da wächst er:

Ursprünglich kommt der Sonnenhut aus dem nordamerikanischen Tiefland. Heute wird er auch in Mittel- und Osteuropa angebaut. Er bevorzugt sonnige Standorte mit nährstoffreichen, durch-lässigen Böden. 

Seine Wirkstoffe:

Polysaccharide, Glykoproteine, Kaffeesäure-derivate wie Echinacosid, Polyine, ätherisches Öl.

Sein Geheimnis:

Die Pflanze wurde bereits von den indianischen Ureinwohnern Nordamerikas als Antiseptikum gegen Entzündungen oder als Gegenmittel bei Schlangenbissen genutzt.

Die Bedeutung von Echinacea pallida in der Homöopathie:

Leitsymptome: Schläfenkopfschmerzen, Fröstelgefühle, erhöhter Puls sind typische Zeichen. Auch ständig wiederkehrende Fieberschübe oder Magenschmerzen.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Echinacea bringt Linderung bei bakteriellen Infektionen, Fieber und Atemwegserkrankungen. Es wirkt auch gegen eitrige Hauterkrankungen und Entzündungen der Lymphgefäße.

So hilft sie in der Pflanzenheilkunde: Bei Husten, Schnupfen und Halsentzündungen, zur Stärkung des Immunsystems.

Die Bedeutung von Echinacea pallida in der Phytotherapie:

Das Mittel wird beispielsweise bei Erkältungen im Hals- Nasen und Rachenbereich eingesetzt. Verletzungen und Hautentzündungen gehören zu den äußerlichen Anwendungsgebieten.