Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Senecio cineraria


© Foto: DHU

Senecio cineraria – Weißfilziges Greiskraut

Familie: Korbblütler (wiss.: Jacobaea maritima)

Volkstümliche Namen:

Silberblatt, Aschenpflanze, Silbereiche, Silberfarbiges Greiskraut

Wir kennen es als dankbare Bodendecker im Garten, finden es oft auf Friedhöfen. Der graue Flaum, der die Oberfläche seiner Blätter bedeckt, schenkte der Pflanze den Namen Cineraria, abgeleitet vom lateinischen cinis = Asche. Senecio stammt vom Wort Senex = Greis.

So sieht es aus:

Die Pflanze aus dem Mittelmeerraum kann es auf bis zu 60 Zentimeter Höhe bringen. Der Stängel ist aufrecht, manchmal schneeweiß behaart, die Blätter sind unten dicht, oben spinnwebähnlich behaart. Sie ähneln als junge Blätter denen der Eiche, teilen sich dann später aber tiefer. Die kleinen gelben Blüten blühen von Juni bis Juli.

Da wächst es:

Ideal ist ein helles und sonniges Plätzchen und ein reicher, feuchter Boden. Lichter Halbschatten und längere Trockenheit werden aber auch weitgehend klaglos vertragen.

Seine Wirkstoffe:

Pyrrolizidinalkaloide, Acytelenverbindungen, Sesquiperten-Kohlenwasserstoffe, Vanillin.

Sein Geheimnis:

In der Homöopathie findet sich die Pflanze auch als Senecio maritimus, weil sie die Küsten rund ums Mittelmeer besiedelt.

Die Bedeutung von Senecio cineraria in der Homöopathie:

Leitsymptome: Trübungen der Augenlinse und der Hornhaut.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Senecio cineraria kann unterstützend bei Grauem Star helfen.

Die Bedeutung von Senecio cineraria in der Phytotherapie:

Traditionell wird das Kraut bei Augenleiden, Migräne und Menstruationsstörungen eingesetzt.