Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Rosmarinus officinalis


© Foto: DHU

Rosmarinus officinalis – Rosmarin

Familie: Lippenblütler (wiss.: Lamiaceae)

Volkstümliche Namen:

Brautkraut, Hochzeitskraut, Meertau

Der Name ist wie ein kurzes Gedicht. Tau des Meeres heißt das lateinische „Ros marinus“. Der Halbstrauch begleitet uns durch das ganze Leben. Zum Abschied gab es oft Rosmarinzweige. „Und da ist Rosmarin, das ist für die Treue", sagt etwa Ophelia zu Laertes in Shakespeares Drama Hamlet (4. Akt, V. Szene). Sargträger schützten sich dadurch früher vor Ansteckung. Rosmarin schützt unsere Gesundheit tatsächlich, wurde deshalb 2011 zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Der Artname Officinalis heißt, dass es medizinisch verwendet wird.

So sieht er aus:

Der duftende, immergrüne Halbstrauch wird 1 bis 2 Meter hoch. Er hat nadelartige ledrige Blätter. Die Oberseite ist tiefgrün und runzelig, die Unterseite weißfilzig behaart. Die blassblauen Blüten erscheinen im Frühjahr, gelegentlich auch im Spätsommer.

Da wächst er:

Heimisch ist er im Mittelmeerraum, aber heute wird er auch vielfach in Deutschland angebaut. Er bevorzugt warme, sonnige Plätze und sandige, kalkreiche Boden.

Seine Wirkstoffe:

Ätherische Öle wie Cineol, Borneol, Bornylacetat, Campher,Rosmanol, Pinen; Gerbstoffe wie Rosmarinsäure; Flavonoide, Glykolsäure, Bitterstoffe, Saponine, Harze.

Sein Geheimnis:

In Belgien bringt nicht der Storch die Kinder zur Welt, sondern sie werden aus einem Rosmarinstrauch geholt.

Die Bedeutung von Rosmarinus officinalis in der Homöopathie:

Leitsymptome: Typisch ist der Bezug zu den weiblichen Geschlechtsorganen.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Rosmarinus hilft bei Verdauungsschwäche und Regelstörungen.

Die Bedeutung von Rosmarinus officinalis in der Phytotherapie:

Als generelles Tonikum helfen Rosmarinblätter bei dyspeptischen Beschwerden. Äußerlich als Salbe oder Badeöl aufgetragen, stimuliert das Öl den Kreislauf bei Kreislaufbeschwerden und unterstützt die Behandlung rheumatischer Erkrankungen.