Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Ononis spinosa


© Foto: DHU

Ononis spinosa – Dornige Hauhechel

Familie: Schmetterlingsblütler (wiss.: Fabaceae)

Volkstümliche Namen:

Steinwurzel, Eindorn, Weiberkrieg, Eselskraut, Harnkraut

Als Mittel gegen Steinleiden oder Harnwegsbeschwerden wird sie seit über 1500 Jahren in der medizinischen Literatur erwähnt. Aber auch gegen Zahnweh oder Feigwarzen sollte sie helfen. Die Herkunft ihres Namens ist umstritten. Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, dass sie nur dem Esel (Griech.: „Onos“ =„Esel“) nutzt. Der Artzusatz „spinosa“ bedeutet dornig, stachelig.

So sieht sie aus:

Der dornige Halbstrauch wird bis zu 80 Zentimeter hoch und trägt unten dreizählige, oben meinst einfache, gezähnte, kahle oder mit feinen Haaren besetzte Blätter. Die Seitenzweige enden meist in spitzen Dornen. Sie blüht mit ihren hübschen, rosa-, fleisch- bis purpurroten Schmetterlingsblüten von Mai bis Oktober. Unangenehm an der Pflanze ist, dass sie nicht selten einen ausgesprochenen „Bocksgeruch" verströmt.

Da wächst sie:

In fast ganz Europa bis etwa 1500 Meter. Sie bevorzugt trockene, magere und kalkhaltige Böden, gedeiht auch auf Torfböden und Dünensand. Weil sie in ihren Geweben Kalium und Calcium anreichert, kann sie arme Sandböden verbessern. Umgekehrt gilt: Wer das lästige Unkraut vertreiben will, muss es nur kräftig düngen.

Ihre Wirkstoffe:

Die Isoflavonoide Biochchanin A, Formononetin, Genistein, der Gerbstoff Ononin, das Terpen Onocol.

Ihr Geheimnis:

Das Kauen von sehr jungen dornenfreien Trieben hilft gegen Mundgeruch. Die Triebe können eingemacht und später eingesetzt werden.

Die Bedeutung von Ononis spinosa in der Homöopathie:

Leitsymptome: Probleme bereiten symptomatischerweise die ableitenden Harnwege, vor allem unter Stress. Es kann auch zu Wasseransammlungen im Gewebe kommen.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Ononis spinosa ist ein ausgezeichnetes Diuretikum, ein wassertreibendes Mittel.

Die Bedeutung von Ononis spinosa in der Phytotherapie:

In der Phytotherapie wird Ononis spinosa zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß eingesetzt.

Terra Medica® und Ononis spinosa:

Die Hauhechel wird in Terra Medica® im März in Multitopfplatten ausgesät. Nach etwa sieben Tagen findet die Keimung statt und nach weiteren drei Wochen können die Pflanzen zur Abhärtung ins Freie gestellt werden. Von hier werden sie nach einigen Tagen ins Freiland ausgepflanzt.

Geerntet wird das „blühende Kraut" im August mit der Handsichel.