Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Momordica balsamina


© Foto: DHU

Momordica balsamina – Echter Balsamapfel

Familie: Kürbisgewächse (wiss.: Cucurbitaceae)

Volkstümliche Namen:

Balsamapfel

Die Früchte waren früher als Fructus Momordicae offizinell. Sie wurden mit Öl übergossen und dieses u.a. gegen Schrunden und Brandwunden angewendet.  Der Gattungsname Momordica stammt vom lateinischen mordere = beißen. Grund: Die Samen sehen leicht wie angebissen aus. Der Artzusatz „balsamina" heißt schlichtweg balsamisch.

So sieht er aus:

Der sehr dünne, kahle bis beharrte Stängel wird bis zu zwei Meter lang. Er trägt fast kahle, hellgrüne Blätter, die an ein Weinblatt erinnern. Die Blüten sind gelb und 2-3 Zentimeter groß. Der Balsamapfel blüht bei uns im Juli und August. Seine reifen Früchte sind mehr oder weniger eiförmig, bis zu sieben Zentimeter lang, orangefarben und mit warzenförmigen Höckern bedeckt.

Da wächst er:

Die Kletterpflanze kommt ursprünglich aus dem tropischen Afrika, wächst aber mittlerweile weltweit in den Tropen. Sie braucht nährstoff- und humusreichen, sandig-lehmigen Boden und einen sonnigen Standort.

Seine Wirkstoffe:

Alkaloide, Flavonoide, Glykoside, Saponine, fettes Öl, Carotin, Vitamin C.

Sein Geheimnis:

Die Blätter und die unreifen, grünen Früchte werden in Afrika oft wie Spinat zubereitet, dann mit Getreidebrei vermischt.

Die Bedeutung von Momordica balsamina in der Homöopathie:

Leitsymptome: Mormodica-Patienten leiden oft unter Verdauungsstörungen, die gleichzeitig von schmerzhaften Darmkoliken begleitet werden. Sie haben nur wenig Appetit und bekommen schnell ein Völlegefühl.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Mormodica wirkt gegen Appetitlosigkeit, beim Reflux von Magensäften und Sodbrennen, Unruhe im Darm.

Die Bedeutung von Momordica balsamina in der  Phytotherapie:

In der traditionell chinesischen Medizin wird es als Abführ- und Brechmittel sowie als Magenmittel eingesetzt.

Terra Medica® und Momordica balsamina:

In Terra Medica® wird der Balsamapfel im März direkt in Töpfe ausgesät. Nach der Keimung bleiben die Pflanzen noch drei Wochen im Gewächshaus stehen. Nach weiteren vier Wochen im Abhärtungshaus werden sie, weil sie sehr wärmeliebend sind, im Folientunnel ausgepflanzt. Der Balsamapfel benötigt eine Rankhilfe. Geerntet werden im August die „reifen Früchte".