Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Mohn, Kalifornischer


© Foto: DHU

Eschscholzia californica – Kalifornischer Mohn

Familie: Mohngewächse (wiss.: Papaveraceae)

Volkstümliche Namen:

Goldmohn, Schlafmützchen

Seit 1903 ist der Kalifornische Mohn offiziell die Staatsblume von Kalifornien, symbolisiert mit seinen goldenen Blüten den „Golden State“ an der Westküste. Benannt ist er nach Dr. Johann Friedrich von Eschscholtz (1793 bis 1831). Der Deutsch-Balte war Chirurg und Naturforscher bei russischen Expeditionen an die Pazifik-Küste Nordamerikas.

So sieht er aus:

Der Stängel der Zierpflanze wird etwa 60 Zentimeter hoch, hat blaugrüne, fedrige und vielfach geteilte Blätter. Die vierblättrigen dottergelben Blüten sehen aus wie japanische Teetassen und öffnen sich nur an sonnigen Tagen. Die meisten Pflanzen blühen von Juli bis September und haben in ihrer Mitte einen tief-orangefarbenen Fleck.

Da wächst er:

Die Heimat der Pflanze ist Kalifornien, hat aber als Zierpflanze Gärten weltweit erobert. Sie braucht nährstoffarmen, wasserdurchlässigen Boden und volle Sonne.

Seine Wirkstoffe:

Isochinolinalkaloide, die Pavine Calitornidin und Escholzin, Protopinalkaloide, Benzophenanthridinalkaloide wie Chelerythrin und Sanguinarin.

Sein Geheimnis:

Die Blätter des Kalifornischen Mohns wurden von den amerikanischen Ureinwohnern für medizinische und spirituelle Zwecke genutzt. Vor allem als Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie als mildes Schmerzmittel.

Die Bedeutung von Eschscholzia californica in der Homöopathie:

Leitsymptome: Die Eschscholzia-Patienten können schlecht einschlafen, wachen ständig wieder aus dem Schlaf auf. Oft werden sie von trüben Gedanken heimgesucht, sind gleichzeitig aber nervös und angespannt.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Das Hauptanwendungsgebiet von Eschscholzia californica sind Schlafstörungen.

Die Bedeutung von Eschscholzia californica in der Phytotherapie:

Eschscholzia wird in Kombinationspräparaten zur Behandlung von depressiven Verstimmungen, vegetativ-dystonen Störungen, Unausgeglichenheit, konstitutioneller Labilität des Nervensystems, Wetterfühligkeit und vasomotorischen Beschwerden wie z. B. Kopfschmerzen eingesetzt.

Terra Medica® und Eschscholzia californica

Wer im Hochsommer durch die Arzneipflanzenkulturen Terra Medica® geht wird schon von weitem den gelb leuchtenden Kalifornischen Schlafmohn erblicken.  Ab dem Frühsommer werden die Samen in einer Direktsaat in den zuvor gut vorbereiteten Boden gesät. Nach ca. zehn Tagen kann man schon das erste zarte Grün erkennen und es wächst dann rasch zu einer satten krautigen Pflanze heran. Im Hochsommer, wenn die Pflanze in voller Blüte steht, wird dann das „blühende Kraut“ mit der Sichel geerntet.