Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Maiglöckchen


© Foto: H. Zell

Convallaria majalis – Maiglöckchen

Familie: Spargelgewächse (wiss.: Asparagaceae)

Volkstümliche Namen:  

Mairöschen, Maiblume, Maililie, Maischelle, Talblume

Nur wenige Blumen sind so bliebt wie das Maiglöckchen. Das beweisen die über 200 verschiedenen Namen allein in Deutschland. Es verzauberte auch Dichter wie August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 bis 1874). Er schrieb: „Maiglöckchen läutet aus dem Tal, das klingt so hell und fein.“ Sein lateinischer Name Convallaria majalis deutet darauf hin, dass es in Tälern wächst und im Mai blüht.

So sieht es aus:

Die Pflanze mit ihrem aufrechten Stängel wird 10 bis 25 Zentimeter hoch. Der Stängel wird meist von zwei glattrandigen, lanzettlichen, dunkelgrünen und glänzenden Laubblättern umhüllt. Die weißen, glockenförmigen und duftenden Blüten entwickeln sich von Mai bis Juni. 

Da wächst es:

Das Maiglöckchen mag lichte Laub- und Nadelwälder bis knapp 2000 Meter Höhe, bevorzugt warmes Klima und Halbschatten.

Seine Wirkstoffe:

Etwa 40 herzwirksame Glykoside wie Convallatoxin, Convallatoxol, Convallosid, Lokundjosid, Desglucocheirotoxin; Steroidsaponine, Flavonoide.

Sein Geheimnis:

In den Köpfen menschlicher Spermienzellen sitzen Rezeptoren, die auf das betörende Aroma von Maiglöckchen reagieren. Interessanterweise produziert das Gewebe rund um die Eizelle bei Frauen denselben Botenstoff. Das Spermium bekommt so eine Art Duft-Kompass für den 20 Zentimeter langen, dunklen Weg bis zur Eizelle.

Die Bedeutung von Convallaria majalis in der Homöopathie:

Leitsymptome: Convallaria-Patienten sind nicht sehr belastbar, machen sich schnell Sorgen und reagieren leicht gereizt. Oft können sie ihr Herz nicht mehr spüren und haben das Gefühl, als ob es aufhören würde zu schlagen. Bei Belastung kann es zu Pulsunregelmäßigkeiten und stechenden Schmerzen hinter dem Brustbein kommen.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Convallaria majalis wird hauptsächlich bei Herzproblemen eingesetzt. Vor allem Herzschwäche mit Wassereinlagerungen und Atemnot, aber auch nervöse Herzbeschwerden gehören zu den Hauptanwendungsgebieten.

Die Bedeutung von Convallaria majalis in der Phytotherapie:

So hilft er in der Pflanzenheilkunde: Bei Die klassischen Anwendungsbereiche sind leichte Herzschwäche mit Beschwerden bei Belastung sowie Altersherz. Herzrhythmusstörungen, niedrigem Blutdruck, Nervenschwäche.

Terra Medica® und Convallaria majalis

Von Ende April bis weit in den Mai erfreut uns das Maiglöckchen in der Terra Medica® mit seinen  Blüten und mit seinem Duft. Zu diesem Zeitpunkt werden in sorgfältiger Handarbeit die „oberirdischen Teile“ geerntet. Maiglöckchen sind wahre Vermehrungskünstler und somit werden sie hier bei uns in Terra Medica® über die Teilung der Rhizome vermehrt.