Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Wiesen-Löwenzahn


© Foto: H. Zell

Taraxacum officinale – Wiesen-Löwenzahn

Familie: Korbblütler (wiss.: Asteraceae)

Volkstümliche Namen:

Hundeblume, Milchdistel, Kuhblume, Pusteblume, Butterblume 

Eigentlich gehört sie ins Guinness-Buch der Rekorde. Kaum eine andere Pflanze trägt so viele Namen, wie der Wiesen-Löwenzahn. An die 500 sind es wohl. Die botanische Bezeichnung »Taraxacum« stammt vermutlich vom arabischen »al-taraxacon« ab, was bitteres Kraut bedeutet. Der Artzusatz „officinalis“ steht für seine medizinische Bedeutung.

So sieht er aus:

Löwenzahn kann bis zu 50 Zentimeter hoch werden. Die gelappten Blätter bilden eine Rosette, aus der von April bis in den Herbst hohle Stängel mit leuchtend gelben Blüten wachsen. Hauptblütezeit ist April und Mai. Das Köpfchen öffnet sich morgens, schließt am Abend – und auch bei schlechtem Wetter.

Da wächst er:

Auf der gesamten nördliche Erdhalbkugel an Wegrändern, auf Schutthalden und Wiesen, in Mauerritzen.

Seine Wirkstoffe:

Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe wie Germacranolide und Eudesmanolide, Triterpene wie Taraxasterol, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Cumarine, Phytosterole, Kalium.

Sein Geheimnis:

Der Milchsaft des Löwenzahns soll dem Volksglauben nach Warzen zum Verschwinden bringen, wenn er bei abnehmendem Mond auf die betroffene Hautstelle geträufelt wird.

Die Bedeutung von Taraxacum officinale in der Homöopathie:

Leitsymptome: Typisch ist eine apathische und niedergeschlagene Haltung und Stimmung. Die Patienten haben das Gefühl, dass alles zu viel ist. Oft kommen nächtliche Schweißausbrüche vor, Blähungen können Bauchkrämpfe auslösen.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Taraxacum wirkt bei Erkrankungen der Oberbauch-Organe wie einer Magenschleimhautentzündung, bei Gallensteinen oder Leberentzündungen, Blasenproblemen und Verstopfung.

So hilft er in der Pflanzenheilkunde: Bei Entschlackungskuren, um Galle, Nieren oder Blasen anzuregen.

Terra Medica® und Taraxacum officinale:

Löwenzahn wird in Terra Medica® im August in Multitopfplatten ausgesät. Nach etwa einer Woche erfolgt die Keimung und nach weiteren fünf Wochen werden die Pflanzen ins Freiland ausgepflanzt. So können wir im Frühjahr zur Blütezeit kräftige „ganze Pflanzen" ernten.