Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Iris versicolor


© Foto: DHU

Iris versicolor – Verschiedenfarbige Schwertlilie

Familie: Schwertliliengewächse (wiss.: Iridaceae)

Volkstümliche Namen:

Buntfarbige Schwertlilie, Amerikanische Schwertlilie, Schillernde Schwertlilie, Blaue Sumpf-Schwertlilie

Seit dem 18. Jahrhundert wird die prächtige Blume aus Nordamerika in Europa kultiviert. Die nordamerikanischen Ureinwohner verwendeten sie u.a. gegen Magenbeschwerden, Erkältungen sowie als Auflage bei Wunden und Prellungen. Der griechische Gattungsname Iris wurde nach der griechischen Göttin des Regenbogens –Iris- benannt . Versicolor heißt schillernd, bunt. Schwertlilien sind trotz ihres Namens nur entfernt mit Lilien verwandt.

So sieht sie aus:

Aus einem Wurzelstock sprießen die schwertähnlichen, schmalen Blätter und der bis zu einem Meter hohe Stängel empor. Dieser trägt bis zu sechs große Blüten. Sie blühen von Juni bis August blauviolett, sind am Grund weißlich oder gelb gefleckt und haben violette Adern.

Da wächst sie:

Sie mag sumpfige, feuchte Böden in den gemäßigten Zonen der Welt, verträgt auch Staunässe, gedeiht optimal in der Nähe von Gewässern.

Ihre Wirkstoffe:

Iridal-Terpenoide, Ätherisches Öl mit Furfurol und Isophthalsäure, Zucker.

Ihr Geheimnis:

Durch einen Trick im Blütenbau ahmen Schwertlilien mit einer einzigen Blüte drei Blüten nach. Beobachtet man Hummeln beim Besuch stellt man fest, dass sie jede einzelne dieser Pseudoblüten separat besuchen. Dadurch steigern die Pflanzen ihren Fruchtansatz.

Die Bedeutung von Iris versicolor in der Homöopathie:

Leitsymptome: Magen, Darm, Leber und die Bauchspeicheldrüse sind häufig involviert.  Iris-Patienten neigen zu völliger Erschöpfung am ganzen Körper.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Iris wirkt bei Migräne, Nervenschmerzen des Gesichts, des Ischias, nach Gürtelrosenerkrankung, Entzündungen der Magenschleimhaut und der Bauchspeicheldrüse.

Die Bedeutung von Iris versicolor in der Phytotherapie:

Traditionell hilft die Pflanze bei Gallenstörungen, Migräne und Erbrechen.

Terra Medica® und Iris versicolor:

Die Verschiedenfarbige Schwertlilie wird bei uns in Terra Medica® großflächig angebaut. Man findet sie in langen Reihen auf dem Nachtweidefeld. Die Vermehrung erfolgt größtenteils bei der Ernte über die Wurzel, also vegetativ. Viele tausende Ableger werden wieder ausgepflanzt. Diese brauchen ca. zwei bis drei Jahre, um zu großen, kräftigen Pflanzen heranzuwachsen, damit wir wieder eine Ernte durchführen können. Jedes Jahr werden mehrere hundert Kilo „frischer Wurzeln“ geerntet.