Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Ignatiusbohne


© Foto: H. Zell

Strychnos ignatii – Ignatiusbohne

Familie: Brechnussgewächse (wiss.: Loganiaceae)

Volkstümliche Namen:

St. Ignazbohne, Ignatius-Brechnuss

Spanische Jesuiten brachten die Samen der Pflanze im 17. Jahrhundert von den Philippinen nach Europa. Deshalb wurde sie nach dem dem Gründer des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola, benannt. Der lateinische Gattungsname Strychnos bedeutet in etwa „eine Art Nachtschatten“.

So sieht sie aus:

Der dornenlose Kletterstrauch rankt sich mit hakenförmigen, holzigen Ranken bis in die höchsten Baumwipfel. Sein Stamm wird rund 10 cm dick, die Rinde ist rötlich und glatt. Die kreuzweise gegenständigen Blätter sind elliptisch oder breit-eiförmig, oben kahl und glänzend, unten hellgrün. Die unscheinbaren, grüngelblichen Blüten der Schlingpflanze bilden von April bis Juni traubige Dolden. Die Früchte ähneln Bohnen.

Da wächst sie:

In den tropischen Regionen Chinas, in Thailand, Indonesien, den Philippinen und Malaysia, am liebsten auf sandigen Böden oder auf Kalkstein in offenen Wäldern.?

Ihre Wirkstoffe:

Indolalkaloide wie Strychnin und Brucin, Kaffesäure, Chlorogensäure, fettes Öl.

Ihr Geheimnis:

In der chinesischen Medizin werden die Ignatiusbohnen Ly-sung-kou genannt. Sie wurden zur Heilung von Schwertwunden und gegen Spulwürmer genannt.

Die Bedeutung von Strychnos ignatii in der Homöopathie:

Leitsymptome: Das Emotionale  ist bei Ignatia  das Hauptmerkmal. Häufig treten die Symptome nach durchgemachtem Kummer auf. Charakteristisch ist der auffallend und plötzlich auftretende Stimmungswechsel zwischen Himmel hoch jauchzend  und zu Tode betrübt, wobei sich Lach- und Weinkrämpfe abwechseln können.   Ein Hauptmittel bei Hysterie.

Ignatia wirkt bei nervösen Störungen, Verstimmungszuständen, Krämpfen an Hohlorganen und Muskeln.

Die Bedeutung von Strychnos ignatii in der Phytotherapie:

Das Mittel wird in der Pflanzenheilkunde nicht eingesetzt.