Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Humulus lupulus


© Foto: DHU

Humulus lupulus – Gewöhnlicher Hopfen

Familie: Hanfgewächse (wiss.: Cannabaceae)

Volkstümliche Namen:

Bierhopfen, Heckenhopfen, Hoppen

Er macht nicht nur das Bier so erfrischend herb. Hopfen hat auch Inhaltsstoffe, die uns beruhigen. Wegen seiner medizinischen Wirkung wurde er 2007 als Arzneipflanze des Jahres ausgezeichnet. Sein mittellateinischer Gattungsname Humulus ist wohl vom slawischen chmele = Hopfen hergeleitet. Der Beiname lupulus bedeutet kleiner Wolf und deutet seinen Schlingpflanzencharakter an. Das Wort Hopfen geht wohl auf das alemannische Hupp = buschige Quaste zurück – gemeint ist der weibliche Blütenstand.

So sieht er aus:

Der Hopfen wird vier bis zehn Meter lang. Er hat dünne, raue Stängel mit ankerartigen Klimm- und Kletterhaaren und breiteiförmigen, meist 3- bis 5-teiligen, gegenständigen Blättern. Die weiblichen Pflanzen bilden von Juli bis August zapfenartige, eiförmige Fruchtständen mit gelblichgrünen Schuppen.

Da wächst er:

Ursprüngliche kam er in Osteuropa und Westasien vor, wird aber schon seit dem 9. Jahrhundert in Deutschland angebaut. Er bevorzugt stickstoffreiche Böden und Gebüsche oder Wälder in der Nähe von Gewässern.

Seine Wirkstoffe:

ätherische Öle, Bitterstoffe wie Humulon, Lupulon, Flavonoide, Gerbstoffe.

Sein Geheimnis:

Solange sie noch keine Blätter tragen, lassen sich die frischen, weißen Triebe im März und April ähnlich wie Spargel lecker zubereiten – sind aber deutlich teurer. Das Kilo kostet im Feinkostgeschäft bis zu 130 Euro.

Die Bedeutung von Humulus lupulus in der Homöopathie:

Leitsymptome: Der Humulus-Patient leidet unter Schwindel, Benommenheit, nervöser Erschöpfung und Tagesschläfrigkeit.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Humulus lupulus schenkt eine gesunde Nachtruhe bei Schlafstörungen und baut Nervosität ab.

Die Bedeutung von Humulus lupulus in der Phytotherapie:

Die Pflanze wird mit seinen beruhigenden und schlaffördernden Effekten heutzutage fast nur noch als beruhigendes Mittel bei Befindungsstörungen wie Unruhe und Angstzuständen sowie Schlafstörungen eingesetzt.

Terra Medica® und Humulus lupulus:

Der gewöhnliche Hopfen ist, bei uns in Terra Medica® ein guter Schattenspender. Deshalb ist er auch hauptsächlich an unseren Schattenhäusern zu finden. Man kann ihn zu jeder Jahreszeit durch Abtrennen der Ausläufer vermehren. Geerntet werden die „Hopfenzapfen“, welche von Hand abgezupft werden.