Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Frauenwurzel


© Foto: H. Zell

Caulophyllum thalictroides – Frauenwurzel

Familie: Berberitzengewächse (wiss.: Berberidaceae)

Volkstümliche Namen:

Blauer Hahnenfuß, Indianische Blaubeere, Indianerwiege

Sie ist in der Homöopathie ein unverzichtbares Frauenmittel, auch gegen Wechseljahresprobleme. Ihr Gattungsname Caulophyllum wird vom griechischen kaulos = Stängel und phyllon = Blatt abgeleitet, weil der Stängel ein einziges, großes Blatt trägt. Der Artzusatz thalictroides leitet sich ab von Thalictrum = Wiesenraute, also wiesenrautenähnlich.

So sieht sie aus:

Der stielrunde, aufrechte Stängel wird etwa 30 bis 70 Zentimeter hoch. Das einzige, große fast sitzende Blatt inseriert über der Mitte des Sprosses und ist in drei Fiederblätter geteilt, die auf den ersten Blick wie drei separate Blätter erscheinen. Ihre verkehrt-eiförmigen Abschnitte sind meist vollständig getrennt und durch drei bis fünf zugespitzte Einschnitte grob gelappt. Je etwa fünf bis 70 gelblich-grüne bis purpurne Blüten bilden von April bis Mai eine aufrechte, rispige Traube.

Da wächst sie:

Die Stauden stehen am liebsten auf feuchten Böden im Schatten oder Halbschatten, in Wäldern Nordamerikas.

Ihre Wirkstoffe:

Triterpensaponine, Chinolizidinalkaloide wie Anagyrin, Baptifolin oder Methylcystein.

Ihr Geheimnis:

In ihrer nordamerikanischen Heimat heißt die Pflanze Blue Cohosh. Bei den ersten weißen Siedlern in Nordamerika bekam sie schnell den Namen Squawroot = Frauenwurzel.

Die Bedeutung von Caulophyllum thalictroides in der Homöopathie

Leitsymptome: Die Frauenwurzel wird bei einer unregelmäßigen Monatsblutung oder Schmerzen während der Periode eingesetzt.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Caulophyllum hilft bei Wehenschwäche, Wechseljahresbeschwerden und Zwischenblutungen, auch bei wanderden Schmerzen, die von einem Körperteil auf den anderen übergehen oder rheumatischen Beschwerden.

So hilft sie in der Pflanzenheilkunde: Bei Menstruationsbeschwerden und zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms PMS.

Die Bedeutung von Caulophyllum thalictroides in der Phytotherapie

Traditionell wurde das Mittel bei verschiedenen Frauenbeschwerden und Rheuma eingesetzt.