Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Eucalyptus globulus


© Foto: DHU

Eucalyptus globulus – Blauer Eukalyptus

Familie: Myrtengewächse (wiss.: Myrtaceae)

Volkstümliche Namen:

Fieberbaum, Blaugummibaum

Entdeckt wurde der Heilbaum um 1770 im südlichen Australien. Der kräftige Duft seiner ätherischen Öle ist für viele Menschen der Inbegriff von Erkältungsmitteln per se. Sein Name setzt sich aus den griechischen Wörtern eu = gut und klyptos = bedeckt zusammen. Dahinter verbirgt sich, dass die zu einer Art Mützchen verwachsenen Kronblätter deckelartig abfallen. Gobulus ist die Verkleinerungsform des lateinischen Wortes globus = Kugel.

So sieht er aus:

Der Baum wächst sehr rasch, etwa vier bis sechs Meter pro Jahr, und wird meist 20 bis 30, manchmal über 60 Meter hoch. Seine Borke schilfert ab, die Blätter sind graugrün, die Blüten groß und weiß.

Da wächst er:

Der Baum kommt ursprünglich aus dem Südosten Australiens und Tasmanien, wird mittlerweile aber weltweit in wärmeren Regionen als Nutzholz angebaut. Er ist extrem widerstandsfähig und überlebt unter härtesten Bedingungen. Ihm reichen auch die schlechtesten Böden und eine Wurzeltiefe von nur 30 Zentimetern. Er passt sich fast allen Klimabedingungen an.

Seine Wirkstoffe:

Cineol, Pinen, Limonen, Sesquiterpene, Euglobale und Flavonoide.

Sein Geheimnis:

Er ist einer der größten Überlebenskünstler, übersteht auch verheerende Brände. Denn schon kleine Keimlingen tragen im Wurzelbereich eine „Sicherheitsknolle“ mit schlafenden Knospen, den Lignotuber. Diese Verdickung sitzt auf Höhe der Erdoberfläche oder darunter. Werden die oberirdischen Pflanzenteile z. B. durch einen Brand zerstört, bleibt der Lignotuber meist erhalten und die Pflanze kann von dort wieder austreiben.

Die Bedeutung von Eucalyptus globulus in der Homöopathie:

Leitsymptome: Im Prinzip sind Eucalytus-Patienten fröhlich und aufgeschlossen. Doch im Krankheitsfall sind sie schnell erschöpft und niedergeschlagen, lustlos und apathisch. Sie leiden oft an Erkältungsbeschwerden wie Fließschnupfen, Halsschmerzen und dumpfen Kopfschmerzen sowie an Erkrankungen der Harnwege.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Bewährte Anwendungsbereiche sind grippale Infekte und Atemwegskatarrhe mit Fließschnupfen und Bronchitis. Weiterhin Entzündungen der Nieren, der Blase sowie der Harnröhre.

Die Bedeutung von Eucalyptus globulus in der Phytotherapie:

Die Blätter werden angewendet bei Erkältungskrankheiten der Luftwege, das Eucalyptusöl äußerlich bei rheumatischen Beschwerden.

Terra Medica und Eucalyptus globulus

In Terra Medica steht ein Eucalyptus globulus ausgepflanzt im subtropischen Schaugewächshaus. Durch gezielte Schnittmaßnahmen wird er an die Gewächshaushöhe angepasst. Der Ernteteil sind ganze oder geschnittene, getrocknete Laubblätter von älteren Zweigen. Das hat den Hintergrund, dass erst die älteren Blätter den vollen Gehalt der ätherischen Öle haben. Man kann ältere von jungen Blättern sehr leicht unterscheiden. Junge Blätter sind eiförmig bis länglich-oval und stehen gegenständig an jungen Zweigen. Sie haben eine bläulich grünschimmernde Farbe. Die älteren Blätter sind dick und lederartig und dunkler in der Farbe. Sie sind länglich und sichelförmig, stehen wechselständig an den Zweigen und hängen an kurzen Blattstielen.