Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Coffea arabica


© Foto: DHU

Coffea arabica –  Kaffeestrauch

Familie:  Rötegewächse (wiss.: Rubiaceae)

Volkstümliche Namen: 

Kaffeebaum, Kaffeepflanze

Weltweit ist Kaffee die Nr. 1 unter den Getränken. Vom Anbau, Vertrieb oder Veredelung der Bohnen leben rund 100 Millionen Menschen. Der Arabica-Kaffee gilt als wertvollste der rund 125 Sorten. Der wissenschaftliche Name Coffea leitet sich ab von Qahwa, dem arabischen Wort für jedes Getränk, das aus Pflanzen gewonnen wird.

So sieht er aus:

Der Strauch oder Baum kann bis zu acht Meter hoch werden. Er trägt immergrüne Blätter, die elliptisch bis lanzettlich sind. Am Rand sind sie leicht gewellt. In den Blattachseln wachsen kurz gestielte büschelförmig gehäufte weiße Blüten. In der roten Steinfrucht stecken meist zwei Samen.

Da wächst er:

Hauptanbaugebiete sind heute Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Indonesien, Elfenbeinküste und Kenia. Er braucht Wärme und Feuchtigkeit, gedeiht optimal an Berghängen in 950 bis 1950 Metern Höhe.

Seine Wirkstoffe:

Purinalkaloide wie Coffein und geringere Mengen an Theobromin, Theophyllin und Theacrin; Chlorogensäure, Diterpene, Trigonellin.

Sein Geheimnis:

Der Kaffeegenuss ist in Nordostafrika seit dem Altertum belegt. 1554 finden sich erste Kaffeehäuser in Konstantinopel, 1671 in Marseille. Die Holländer kultivierten 1683 erste Kaffeepflanzen auf Java. Die Bezeichnung „Mokka“ erinnert an den gleichnamigen Hafenplatz am Roten Meer, Haupt-Ausfuhrhafen der Bohnen aus Jemen.

Die Bedeutung von Coffea arabica in der Homöopathie:

Leitsymptome: Nervöse Erregung und Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit infolge von Gedankenflut und Herzklopfen kennzeichnen den Coffea-Typen.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Coffea kommt bei innerer Unruhe, Kopfschmerzen durch geistige Überanstrengung und Nervenschmerzen sowie Herzklopfen nach emotionaler Erregung zum Einsatz.

Die Bedeutung von Coffea arabica in der Phytotherapie:

Als anregendes Getränk findet es bei geistiger und körperlicher Ermüdung sowie Schwächezuständen Einsatz. Kaffeekohle wird bei unspezifischen Durchfallerkrankungen sowie leichten Entzündungen im Mund- und Halsbereich eingesetzt.

Terra Medica® und Coffea arabica

Da der Kaffeestrauch vorwiegend in tropischen Gebieten wächst, kann man ihn in Terra Medica® auch nur im tropischen Schaugewächshaus bestaunen. Jedes Jahr bilden sich in den Blattachseln zahlreich weißlich gefärbte, wohlriechende Blüten aus denen sich auch bei uns die kräftig rot gefärbten Kaffeekirschen entwickeln. Bei warmen Temperaturen von über 23 °C beginnt der frische Samen im Topf oder Erdreich rasch zu keimen. Der Ernteteil ist der „von der Samenschale (Silberhaut) weitgehend befreite, reife, getrocknete ungeröstete Samen“.