Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Cardiospermum halicacabum


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Cardiospermum halicacabum –  Ballonrebe

Familie:  Seifenbaumgewächse (wiss.: Sapindaceae)

Volkstümliche Namen:

Herzsame, Ballonwein

Den Gattungsnamen Cardiospermum (Herzsame)  verdankt sie den erbsengrossen, dunkelbraunen Samen mit ihrem typischen herzförmigen, weissen Fleck. Der Artzusatz halicacabum stammt aus dem Griechischen und bedeutet Salzfass, was auf die drei bis fünf Zentimeter großen, runden Früchte hinweist.

So sieht sie aus:

Die Stängel der krautigen Kletterpflanze sind am Boden nur etwa 3 Millimeter dick, können aber eine Länge von zwei bis drei Metern erreichen. Die Laubblätter stehen wechselständig, sind doppelt dreizählig gefiedert, kahl oder flaumig behaart, die Blüten etwa 0,5 Zentimeter groß und weiß.

Da wächst sie:

Sie kommt in Afrika, Indien, auf Malakka und in Amerika vor, bevorzugt ein tropisches oder subtropisches Klima. Seit einigen Jahren wird sie auch in Süddeutschland kultiviert.

Ihre gesunden Wirkstoffe:

Halicarsäure, Saponine, Tannine, Flavonoide und Alkaloide, Phytosterole, Triterpene. In die Homöopathie eingeführt wurde die Ballonrebe übrigens durch Willmar Schwabe, der 1956 die ersten Cardiospermum-Exemplare aus dem damaligen Belgisch-Kongo nach Deutschland brachte.

Ihre Geheimnisse:

Werden die reifen Samen verschenkt, soll das Feuer in der Liebe niemals sterben, sagt eine indianische Weisheit.  Die saponinhaltigen Früchte schäumen im Wasser. Deshalb werden sie in den tropischen Heimatländern oft zum Waschen verwendet.

Die Bedeutung von Cardiospermum halicacabum in der Homöopathie

Leitsymptome: Die Wirkrichtung ist hauptsächlich die Haut, die Schleimhäute und der Stütz- und Bewegungsapparat. Deshalb wird Cardiospermum häufig bei Entzündungen der Atemwege (Heuschnupfen) und der Haut (Ekzeme mit Juckreiz) sowie Rheumatismus eingesetzt.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Cardiospermum hat eine ähnliche Wirkung wie Cortison, daher wird es  bei stark juckenden Hautausschlägen, allergischer Rhinitis und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Die Salbenzubereitung wird bei Entzündungen der Haut mit Juckreiz eingesetzt.

Die Bedeutung von Cardiospermum halicacabum in der  Phytotherapie

Traditionell wurde Cardiospermum bei Erkrankungen der Atemwege, Rheuma, Menstruationsbeschwerden, Störungen von Verdauungstrakt und der ableitenden Harnwege eingesetzt.

Terra Medica und Cardiospermum halicacabum

Hier in Terra Medica wird die Ballonrebe erst im Sommer, wenn der Boden warm genug ist, direkt im Freiland ausgesät. Die Samen werden leicht mit Erde abgedeckt und dürfen während der Keimung nicht austrocknen. Nach 10 – 14 Tagen zeigen sich die ersten Sämlinge, die sehr rasch zu einer bodendeckenden, dichten Pflanzenschicht heranwachsen. Bei sommerlicher und heißer Wetterlage wächst die Pflanze so schnell, dass bereits acht bis zehn Wochen nach der Aussaat das blühende Kraut geerntet werden kann. Da Mengen von mehreren Tonnen benötigt werden, wird die Ernte mit dem Traktor und dem Kreiselmähwerk durchgeführt.