Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Bittergurke


© Foto: DHU

Citrullus colocynthis –  Bittergurke

?Familie:  Kürbisgewächse (wiss.: Cucurbitaceae)

Volkstümliche Namen:

Pomaquinte, al-Handal, Koloquintenkürbis, Purgiergurke, Ziegenkürbis, Teufelsapfel

Die Bittergurke wurde wegen ihrer Heilwirkung schon im alten Assyrien gezüchtet. Sie galt als so wertvoll, dass sie in wohlhabenden Häusern als Fliesendekoration die Badezimmer verschönte.

So sieht sie aus:

Die exotische Pflanze wächst niederliegend oder kletternd, wird bis zu zehn Zentimeter hoch und kann einen Durchmesser von zwei Metern überwachsen. Sie ist eine ausdauernde Pflanze mit rau behaarten, krautigen Stängeln und langgestielten, handförmigen drei- bis fünffach gelappten Blättern. Die fleischige, grüne, weiße oder gelbe Frucht schmeckt bitter und wird groß wie ein Apfel. Die meist gelben Blüten stehen einzeln in Blattachseln.

Da wächst sie:

Das Verbreitungsgebiet der Bittergurke sind die Sahara in Nordafrika, die Koromandelküste in Indien, Ägypten, Pakistan und einige Inseln in der Ägäis. Sie wurde jedoch in tropischen und subtropischen Gebieten wie in Australien, Südeuropa, Indien, und Zentralafrika eingeschleppt und eingebürgert. Sie gedeiht vor allem an Flussufern, Flußniederungen und an Straßenrändern, wächst in bis zu 600 m Höhe.

Ihre Wirkstoffe:

Cucurbitacine.

Ihr Geheimnis:

Die getrockneten Früchte gehören zu den ältesten Abführmitteln der Menschheitsgeschichte. Bereits das Alten Testament erwähnt sie (1. Könige 7, 23–24). 

Die Bedeutung von Citrullus colocynthis in der Homöopathie

Leitsymptome: Das Mittel eignet sich für gereizte und verärgerte Menschen mit Beschwerden wie Krämpfen oder kolikartigen Schmerzen. 

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Colocynthis hat als Hauptindikation Krämpfe jeder Art, etwa im Bauch, oder während der Regel. Auch Kopfschmerzen und Nervenschmerzen im Gesicht oder an Ischiasnerv.

So hilft sie in der Pflanzenheilkunde: Bei Asthma, Bronchitis, Dyspepsie, Verstopfung, Anämie, Wassersucht, Problemen mit dem Harnablassen, Rheumatismus. Er sollte ausschließlich als Fertigpräparat genommen werden.

Die Bedeutung von Citrullus colocynthis in der Phytotherapie

Die Droge wird in der Phytotherapie wegen ihrer Giftigkeit und unerwünschten Nebenwirkungen nicht mehr verwendet.