Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Berberis vulgaris


© Foto: H. Zell

Berberis vulgaris –  Gewöhnliche Berberitze

Familie:  Berberitzengewächse (bot.: Berberidaceae)

Volkstümliche Namen:

Sauerdorn, Dreidorn, Beißelbeere, Spießdorn

Die Beeren sind sauer, der Strauch ist dornig – da bietet sich der Name Sauerdorn wie selbstverständlich an. Berberis stammt vom arabischen Wort „berberi“ für Muscheln, tatsächlich sind die Blütenblätter muschelförmig. Der Artzusatz „vulgaris“ bedeutet schlichtweg, dass die Pflanze häufig vorkommt.

So sieht sie aus:

Der mit Blattdornen bewehrte Strauch wird ein bis drei Meter hoch. Die Zweige weisen ein- bis siebenteilige Dornen auf. Von Mai bis in den Juni erscheinen herabhängende, reiche Blütentrauben mit gelben, stark riechenden Blüten. Er trägt rote, etwa einen Zentimeter lange und walzenförmige Beeren. Die Blüten können leicht unangenehm-fischig riechen, das Holz hat eine typisch gelbe Farbe.

Da wächst sie:

An Waldrändern, in Gebüschen und Hecken, vor allem auf kalkhaltigem Boden in Gebirgen und lichten Wäldern. Die Berberitze wird aber auch vielfach in Parks als Zierstrauch gepflanzt.

Ihre Wirkstoffe:

Berberin, Berbamin, Palmatin, Oxyacanthin, Anthocyane, Flavonoide, Pektin, Vitamin C.

Ihr Geheimnis:

Das sehr harte Holz färbt sich nach etwa 20 Jahren von gelb nach grün um. Dann wird es für Intarsien und für feine Drechselarbeiten verwendet.

Die Bedeutung von Berberis vulgaris in der Homöopathie

Leitsymptome: Kolikartige, ausstrahlende Schmerzen im Leber- und Nierenbereich: Gallenkolik; Gallensteinleiden mit Übelkeit und Magendruck; Nierenkolik; brennende Schmerzen in der Harnröhre beim Urinieren.

Allgemeine körperliche und geistige Schwäche; Abgespanntheit; Zerschlagenheitsgefühl. Hämorrhoiden; Analfistel. Muskel- und Gelenkrheumatismus; Lumbago; Arthritis; Gicht. Juckreiz der Haut; Ekzeme; Akne vulgaris.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Nieren- und Harnwegserkrankungen, insbesondere Nierensteinleiden; Gicht; Rheumatismus; Erkrankungen der Leber und Gallenblase; trockene Hauterkrankungen; Fisteln

Die Bedeutung von Berberis vulgaris in der  Phytotherapie

Als gallentreibendes Mittel, zahlreiche Anwendungen in der Volksmedizin. Traditionell bei Verdauungsproblemen, Leber- sowie Nieren-und Harnwegsbeschwerden.

Terra Medica® und Berberis vulgaris

Verwendet wird die getrocknete Rinde ober- und unterirdischer Teile. In den Hecken in und rund um Terra Medica® wachsen viele Berberitzen. Tatsächlich ernten wir speziell die Wurzelrinde für Berberis spagyrisches Kraut. Dahinter steckt sehr viel Arbeit!