Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Bellis perennis


© Foto: DHU

Bellis perennis –  Gänseblümchen

Familie:  Korbblütler (wiss.: Asteraceae)

Volkstümliche Namen:

Maßliebchen, Augenblümchen, Sonnentürchen, Tausendschön

Das Gänseblümchen kann bereits ab Januar sein Köpfchen in die Höhe recken und bis weit in den November hinein blühen. Deshalb trägt es den Namen Bellis perennis (lat.: = die schöne Ausdauernde).

So sieht es aus:

Aus einer Rosette mit spatelförmigen Blättern ragt beim Gänseblümchen ein blattloser, behaarter, bis zu 20 Zentimeter langer Stängel hoch. Auf ihm sitzt ein einzelner Blütenstand mit weißen, oft an den Spitzen rötlichen oder purpurfarbenen Zungenblüten und einer goldgelben Mitte mit mehr als 100 kleinen Röhrenblüten. Die Blütenstände des Gänseblümchens folgen dem Sonnenstand, schließen sich nachts und bei feuchter Witterung.

Da wächst es:

In allen Regionen mit gemäßigtem Klima, auf Wiesen, Weiden, Grasplätzen und Parkrasen, bis in eine Höhe von 2000 Meter. Es gedeiht im Halbschatten, aber auch in der Sonne. Ideal sind feuchte, nährstoffreiche, sandige oder reine Lehmböden.

Seine Wirkstoffe:

Triterpensaponine, Flavonoide, Polyine, ätherisches Öl.

Seine Geheimnisse:

Lecker ist ein Gänseblümchen-Brotaufstrich:  2 Handvoll Gänseblümchen (ganze Pflanze mit Blüte, ohne Wurzel), 1 Handvoll Scharbockskrautblätter, 1 EL Sauerampferblätter, 1 EL Löwenzahnblätter, 1 EL Kresse, 1 Zwiebel, 2 EL Rahm, 1 TL Zitronensaft, Salz. Kräuter fein hacken, mit den anderen Zutaten verrühren. Die Knospen lassen sich einlegen und schmecken ähnlich wie Kapern.

Die Bedeutung von Bellis perennis in der Homöopathie

Leitsymptome: Viele Menschen fühlen sich wie zerschlagen und durch den Wolf gedreht oder haben ein wundes, gequetschtes Gefühl im Beckenbereich. Meist  leiden sie an den Folgen eines operativen Eingriffes der Bauch- und Beckenorgane und sind traumatisiert.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel:

Bellis perennis ist ein wirksames Wundheilmittel, gerade bei kleineren Verletzungen und kleinen Blutergüssen.

Es findet weiterhin Anwendung bei Muskelschmerzen, besonders nach Verletzungen und Überanstrengungen, Rheumatismus sowie Hauterkrankungen, die mit Eiterungen verbunden sein können.

Die Bedeutung von Bellis perennis in der Phytotherapie

Traditionell wird die Droge als Expektorans, bei Verdauungsstörungen und Gallenblasenentzündungen eingesetzt.

Terra Medica® und Bellis perennis

Als klassischer Frühjahrsblüher sorgt das Gänseblümchen jedes Jahr wieder für erste farbige Akzente in Terra Medica®. Die Art kultivieren wir zwei- bzw. überjährig, d. h. die Jungpflanzen werden im Spätsommer gesetzt und können dann bereits im darauffolgenden Frühjahr geerntet werden. Unser leichter, sandiger Boden ermöglicht es uns, die ganze, frische blühende Pflanze (also mitsamt den Wurzeln) in einer besonders guten Qualität zu ernten.