Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Baylahuenkraut


© Foto: DHU

Haplopappus baylahuen – Baylahuenkraut

Familie: Korbblütler (wiss.: Asteraceae)

Volkstümliche Namen:

Baylahuenkraut

Die Heimat des genügsamen Gewächses ist die Bergwelt Mittel- und Südamerikas. Der botanische Name Haplopappus setzt sich aus dem griechischen „haplos“ = einzig und „pappos“ = Borstenkranz zusammen, weil die Früchte eine Art gelblichrote Krone tragen. Baylahuen heißt in der chilenischen Indianersprache Araukanisch Heiltee.

So sieht es aus:

Der aromatische riechende Zwergstrauch wird etwa 40 Zentimeter hoch, hat derbe, spatelförmige und gezahnte Blätter. Diese sind graugrün, manchmal auch zitronengelb und mit einer klebrigen Harzschicht überzogen. Die einzeln stehenden Blütenstände sind gelb gefärbt und haben einen Durchmesser von zwei bis drei cm.

Da wächst es:

Haplopappus ist heimisch in Chile, nördlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Dort wächst es in der Hochsteppe der Kordilleren auf bis zu 1800 Metern Höhe, auf trockenen Böden und auf sonnigen Hängen. Es kann aber mehrere Wochen unter Schnee aushalten und verträgt Temperaturen bis minus acht Grad.

Seine Wirkstoffe:

Ätherisches Öl, Tannin, Anthrachinone, Cumarine, Flavone wie Isorhamnetin, Quercetin, Kämpferol.

Sein Geheimnis:

In der traditionellen indianischen Medizin Chiles und Argentiniens wurden die getrockneten und gemörserten Blätter als Tee gegen Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Ein Blattharz-Extrakt wirkt innerlich gegen Erkältungen und Husten.

Die Bedeutung von Haplopappus baylahuen in der Homöopathie

Leitsymptome: Haplopappus-Patienten leiden oft unter niedrigem Blutdruck, verbunden mit Müdigkeit, Erschöpfung und depressiver Verstimmung. Weitere typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, Flimmern vor den Augen sowie kalte Hände- und Füße.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Haplopappus ist ein bewährtes Mittel bei niedrigem Blutdruck und orthostatischen Beschwerden, begleitet von Kopfschmerzen, Erschöpfung und Niedergeschlagenheit. Es wird oft in einer Langzeit-Therapie eingesetzt.

Die Bedeutung von Haplopappus baylahuen in der Phytotherapie:

Haplopappus findet in der Phytotherapie keine Verwendung.