Preis für Artenschutz

In den 70er Jahren bekamen Umweltschutz und Ökologie erstmals wahrnehmbare Bedeutung. Den Anbau in der eigenen Hand zu haben, machte unabhängiger von Rohstoffen, die durch die zunehmende Umweltverschmutzung belastet waren. So wurde beschlossen, den Frischpflanzenbedarf für die homöopathischen Arzneimittel so weit wie möglich aus eigenem Anbau zu decken.

Um dies leisten zu können, gingen 1976 die Arzneipflanzenkulturen in Staffort in Betrieb. Bereits 1979 erhielt die Firma Schwabe für den Anbau geschützter Arzneipflanzen die „Silberpflanze“, einen Preis der „Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen“. Die Stiftung sah im Anbau von damals 250 verschiedenen Heilpflanzen, darunter viele geschützte Arten, eine verdienstvolle und besonders zu würdigende Leistung zur aktiven Erhaltung der einheimischen Pflanzenwelt. Der Preis wurde in Bonn von der damaligen Kanzlergattin Loki Schmidt persönlich überreicht, die den Vorläufer der Stiftung 1976 gegründet hatte. Dies zeigt: Nachhaltigkeit und Biodiversität spielten bereits frühzeitig bei der DHU und in der Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe eine wesentliche Rolle.

© Loki-Schmidt-Stiftung