Pflanzenlexikon

„Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ heißt es im bekannten Duett in My Fair Lady. Wirkliche Leidenschaft in Sachen Natur spürt man aber angesichts zig-tausender blühender Heilpflanzen in der badischen Rheinebene auf Terra Medica. Bleibt die Frage; „Was grünt denn da eigentlich so grün?“  Unser alphabetisch sortiertes Heilpflanzenlexikon gibt Auskunft:

 

Grießwurzel


© Foto: H. Zell

Collinsonia canadensis – Grießwurzel

Familie: Lippenblütler (wiss.: Lamiaceae)

Volkstümliche Namen:

Steinwurzel, Collinsoniawurzel, Kanadische Collinsonie, Kanadische Pferdemelisse

In ihrer nordamerikanischen und kanadischen Heimat setzten die Indianerstämme die Pflanze seit Jahrhunderten als Heilmittel ein. Der englische Botaniker und Naturforscher Peter Collinson (1693 bis 1768), dessen Name sie trägt, brachte die Pflanze um 1735 nach Europa. Die deutschen Namen Stein- oder Grießwurzel beziehen sich darauf, dass sie früher eine wichtige Rolle bei der Behandlung oder Vorbeugung von Nierensteinen spielte.

So sieht sie aus:

Aus einem knotigen Wurzelstock erhebt sich der oft rötliche, kahle, bis zu 120 Zentimeter hohe Stängel. Die scharf gesägten Blätter sind in Bodennähe herzförmig, werden nach oben immer schmaler. Die gelblichen Blüten bilden von Juli bis Oktober reichblütige Rispen. Das Kraut riecht unangenehm und in größeren Mengen betäubend stark.

Da wächst sie:

Fast im ganzen östlichen Nordamerika und Kanada, vor allem in feuchten Wäldern.

Ihre Wirkstoffe:

Ätherische Öle wie Limonen und Pinen, Germacren D, Caryophyllen; Triterpensaponine wie Collinsonin.

Ihr Geheimnis:

In Amerika galten Abkochungen des Krauts als wirksame Mittel gegen den Biss der Klapperschlange und gegen oberflächliche Wunden.

Die Bedeutung von Collinsonia canadensis in der Homöopathie

Leitsymptome: Das Mittel trifft zu für Frauen mit Brustschmerzen während oder vor der Periode, bei Schmerzen im Enddarm.

Hier hilft das homöopathische Arzneimittel: Collinsonia schützt gegen Verstopfung und lästige Hämorrhoiden, vor allem in der Schwangerschaft. Auch wenn Verstopfung im Wechsel mit Durchfällen auftreten.

So hilft sie in der Pflanzenheilkunde: Bei Hämorrhoiden, venöse Stauungen der Beckenorgane, Gastritis und Blähungen.

Die Bedeutung von Collinsonia canadensis in der Phytotherapie

Traditionell wird das Mittel als wassertreibendes Mittel, ferner bei Verdauungsstörungen, Wunden und Steinleiden eingesetzt.