Gewächshäuser

Die Gewächshäuser dienen in erster Linie der Aufzucht von Jungpflanzen. Im Frühjahr wird in den Häusern ausgesät, die Jungpflanzen werden herangezogen und kurz vor der Freilandauspflanzung im Kalthaus und Abhärtungshaus akklimatisiert.

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Nutzung der Gewächshäuser

Ein Gewächshaus führt die Tradition der alten Schauhäuser fort. Bei weitem nicht alle Pflanzen des Schauhauses dienen aber nur zu Schauzwecken. Sie werden auch für die Homöopathie beerntet, wie zum Beispiel Ficus religiosa (Pepulbaum, Bobaum), Ananas comosus (Ananas), Carica papaya (Papaya), Caladium seguinum (Dieffenbachie), Selenicereus grandiflorus (Königin der Nacht) und Persea americana (Avocado). Zur Wasserversorgung der Pflanzen wird in den Gewächshäusern überwiegend Regenwasser aus der Teichanlage verwendet.

Nützlinge fürs Gleichgewicht

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In den Gewächshäusern in Terra Medica wird ein biologisches Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen angestrebt. Eine optimale Temperatur und ideales Klima sind dazu Voraussetzung. So werden gezielt Nützlinge eingesetzt, die zum Beispiel die Populationen der Roten Spinne niedrig halten. Bestimmte Fliegenarten wie Thripse können mit Blautafeln abgefangen werden. Die Weiße Fliege setzt sich dagegen auf gelbe Leimtafeln.

Seit 1995 werden in den Gewächshäusern auch Wachteln gehalten, die ihren hauptsächlich aus Körnern bestehenden Speisezettel gerne um Proteine ergänzen. Sie picken allerlei Kleingetier aus dem Boden und von den Pflanzen und halten die Kellerasseln in Grenzen. Kellerasseln fressen bevorzugt die Vegetationspunkte der Pflanzen ab, sind also kritische Schädlinge für das sensible Gleichgewicht der Gewächshäuser. Durch alle Maßnahmen zusammen konnten in den zurückliegenden Jahren für die Pflanzen durchweg gesunde Lebensbedingungen geschaffen werden.